Im Interview zur Kommunalwahl 2026 spricht Andreas Amann, Bürgermeisterkandidat der Aktiven Vohburger, über zentrale Zukunftsfragen für Vohburg an der Donau. Themen sind unter anderem öffentliche Sicherheit, Hochwasserschutz, Stadtentwicklung, Zusammenhalt zwischen Generationen sowie die Zusammenarbeit im Stadtrat.
Carina Seidl und Philipp Neumayer, beide neu auf der AV-Liste für die kommende Stadtratswahl, haben unseren Kandidaten befragt:
Interview mit dem Bürgermeisterkandidaten Andreas Amann
Carina Seidl: Welche Pläne hast du zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit – auch im Bereich des Katastrophenschutzes?
Andreas Amann: In diesen Bereichen, u.a. Absicherung von Festen oder auch z.B. im Hochwasserfall ist es notwendig, in einem engen Austausch mit den Fachbehörden und den örtlichen Feuerwehren zu stehen. Notwendige Anschaffungen werden selbstverständlich weiterhin getätigt, um unsere Feuerwehrfrauen und -männer für den Ernstfall gut ausgestattet zu wissen.
Katastrophenschutzpläne hinsichtlich Hochwasser und Blackout liegen im Rathaus auf und sind auf dem neuesten Stand zu halten.
Carina Seidl: Was sind deine drei wichtigsten Prioritäten für unsere Stadt Vohburg in den nächsten 6 Jahren – und wie willst du diese konkret umsetzen?
Andreas Amann:
- Kommunale Wärmeplanung und Breitbandausbau vorantreiben
- Hochwasserschutz (Rockolding, solidarischen Hochwasserschutz auch im Landkreis PAF stärken, technischer Hochwasserschutz, insb. mobile Schutzelemente, Räumung der städtischen Gräben)
- Überarbeitung Flächennutzungsplan, um die Stadtentwicklung zu koordinieren, Flächenmanagement hinsichtlich wohnen (Schaffung nachhaltiger Baugebiete), Gewerbeflächen für den Mittelstand, regenerative Energien und Freizeitflächen
Carina Seidl: Wie förderst du den Zusammenhalt zwischen verschiedenen Generationen und Kulturen in der Stadt?
Andreas Amann: Ausrichtung der städtischen Veranstaltungen auf die verschiedenen Generationen und Kulturen. Ich möchte die Jugendarbeit in der Stadt Vohburg weiterentwickeln und der Jugend eine kräftige „Stimme“ geben. Gerne würde ich auch einen „Neubürgerabend“ fest im Jahreskalender der Stadt Vohburg mit aufnehmen. In diesem können sich Menschen, die zu uns ziehen über Vohburg informieren, unsere Geschichte, die handelnden Personen aber auch z.B. unsere Vereine kennenlernen.
Philipp Neumayer: Welche konkreten Schritte planst du, um Vohburg in den nächsten Jahren zukunftsfähig und noch lebenswerter zu machen?
Andreas Amann:
zum Thema „zukunftsfähig“
Aus meiner Sicht ist es notwendig, den Breitbandausbau im gesamten Stadtgebiet anzugehen und hier, abhängig von Zusagen zur Förderung, gegebenenfalls Alternativen zu suchen und versuchen im Wege der kommunalen Zusammenarbeit Lösungen zu erarbeiten.
Weiterhin möchte ich die kommunale Wärmeplanung aktiv begleiten. Auch hier gilt es, verschiedenste Optionen, ergebnisoffen zu erarbeiten, zu prüfen und die bestmögliche Option für uns hier in Vohburg zu finden.
zum Thema „lebenswerter“
Mit der Markthalle ist bereits ein wichtiger Schritt gelungen, um die Innenstadt zu stärken. Wichtig wird sein, den Leerstand in der Innenstadt auf einem niedrigen Niveau zu halten und Chancen, die sich immer wieder bieten, zu nutzen. Hinsichtlich der städtischen Veranstaltungen gibt es sicherlich Verbesserungspotenzial und u.U. muss man hier auch neue Wege gehen. Zu einer lebenswerten Stadt gehören für mich aber auch Flächen für die Erholung in der Natur und zur „Abkühlung“ bei künftigen Hitzeperioden in der Kernstadt. Diese gilt es zu bewahren oder auszubauen. Unsere Vereine tragen mit den verschiedensten Angeboten zu einem lebenswerten Vohburg bei. Hier kann ich versprechen, dass wir auch künftig an deren Seite stehen werden.
Philipp Neumayer: Wie stellst du dir die Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen im Stadtrat vor? Was sind deine Ansätze, um ein konstruktives Miteinander zu fördern, auch wenn es unterschiedliche Meinungen gibt?
Andreas Amann:
Ich wünsche mir eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit den anderen Fraktionen. Eine offene Kommunikation wird meinerseits geführt werden. Die Fraktionen sollen weiterhin über alles rechtzeitig von der Verwaltung informiert werden. Im neuen Stadtrat werden wieder 21 Personen sitzen, die allesamt das gleiche Ziel haben werden, Vohburg mit seinen Ortsteilen in eine gute Zukunft zu führen. Das schafft man nur gemeinsam in einem konstruktiven und freundschaftlichen Miteinander und nicht mit Streit. Dies bedeutet aber nicht, dass man immer einer Meinung sein muss und alles „einstimmig“ sein muss. Die Fraktionssitzungen vor den Stadtratssitzungen werden von mir weiterhin beibehalten werden. Jährliche Klausurtagungen werden wieder eingeführt werden. Bei wesentlichen Themen werde ich versuchen unsere Mitbürger frühzeitig „mitzunehmen“.