Das brandneue Aktive Mitteilungsblatt 12/23

Meinung

Aktive Meinungsseite

Von Zeit zu Zeit schreiben Aktive Mitglieder persönliche Kommentare zu wichtigen Themen. Diese Kommentare sind nicht abgestimmte Meinungsäußerungen der Aktiven Vohburger, sondern individuelle Wertungen.

LESERBRIEF unseres Fraktionssprechers Werner Ludsteck im Pfaffenhofener Kurier von Oktober 2023 (abgesandt im August 2023!!)

 

Die Chefredaktion ist offensichtlich aus dem Urlaub zurück! Dies bemerkte der geneigte Leser an einer neuerlichen Häufung von negativen Superlativen in den letzten " Meinung" - Leitartikeln. Dazu gehört auch das Schüren von übermäßigen Ängsten, wie  "Deutschland steckt in der größten ökonomischen Krise seit Jahrzehnten": Die Banken- und Schuldenkrise ab 2009 oder Corona hat's wohl nicht gegeben? Die negativen Wachstumsraten lagen bei -4-6 % und nicht bei -0,5%, wie heute, und das sogar mit positiven Ausblick auf 2024.

Wird endlich Mal ansatzweise politisch konsequent gehandelt ( Dekarbonisierung des Wärmemarktes), kommen laufend die Überschriften "Ideologie" oder "Verbotsstrategie".

Aus meiner Sicht heißt Ideologie vielmehr die bequeme Haltung längst überfällige Innovationen und Transformationen in der Wirtschafts- und Infrastruktur zu be- oder zu verhindern. Wie lange wurde letztes Jahr nicht über 4-6% Strukturanteil des Atomstroms "ideologisiert". Haben wir nix Besseres zu tun?

Die negativen Langfristfolgen der Mutlosigkeit und Versäumnisse der alten Regierungen ( Merkel, Seehofer, Söder,.....) wirken stark nach und beeinträchtigen das Wirtschaftsgeschehen heute massiv: Fachkräftemangel - "Deutschland ist kein Einwanderungsland", erneuerbares Stromdefizit in Bayern, Gasabhängigkeit, mangelnde Digitalisierung und Entbürokratisierung werden jedoch nicht oder nicht mehr erwähnt, obwohl sie Haupttriebfedern der gegenwärtigen Misere sind.

Die Verkehrspolitik der Herren Ramsauer, Dobrindt, Scheuer, hat dazu geführt, dass wir die Bahn fast kaputt gespart, die Emissionen des Verkehrssektors kaum reduziert haben, und die Elektrifizierung des Individualverkehrs (inländische Herstellung kleiner, mittlerer und v.a preiswerter E-Fahrzeuge) verschlafen haben.

Derzeit kommen große Versäumnisse der Vergangenheit, zunehmende Brisanz und der Handlungsdruck durch den Klimawandel und ein verbrecherischer Angriffskrieg auf einen Friedens- und Gemeinschaftsraum zusammen. Erhebliche Rohstoff- und Lieferstrukturen sind von heute auf morgen zusammengebrochen. Diese Regierung macht durchaus viele Fehler und agiert kommunikativ eher amateurhaft, teils wie im Kindergarten. Sie greift jedoch die " heißen Eisen" an und versucht Lösungen zu finden, wenn auch verbesserungswürdig.

Es muss uns klar sein, dass es umso teurer und einschnürender wird, je länger wir zuwarten und zögern. Den verschlafenen Strukturwandel ohne individuelle Beeinträchtigungen anzupacken, wird es nicht geben können. Dazu brauchen wir Maßnahmenbündel aus Anreizen, Abbau unnötiger, überlebter Subventionen und ……ja, auch diverse Gesetzesleitplanken und Verbote, genannt Ordnungspolitik. Das Ganze begleitet durch fördernde und fordernde Sozialpolitik, Abbau der Kinderarmut sowie massive Stärkung von Forschung und Entwicklung. Manche Schritte, wenn auch holprige, sind gegangen. Aber wir müssen alle gehen und demokratisch hierüber konstruktiv streiten. Vor allem aber Umsetzen.

Mit ständigem Schlechtreden, populistischen Wiederkäuen von "Bäh-Worten", wie Ideologie und Verbote oder Verschleiern von Wahrheiten, dass es umso teurer wird, je länger wir warten, erreicht man nur Verunsicherung und fährt Trittbrett auf dem Populismus-Zug

Werner Ludsteck

Autobahnausfahrt Bruckbach – Zerstörung der Hallertau

Die FDP Kreistagsfraktion hat in ihrer jüngsten Sitzung einmal mehr eine weitere Autobahnausfahrt „Mittleres Ilmtal“ gefordert (siehe PK-Bericht vom 22.06.2018).

Süffisanterweise wird das den Lesern verkauft als Entlastung für die Verkehrszunahme in Folge des Gewerbegebiets Bruckbach. Übersetzt bedeutet diese Begründung ja nichts anderes, als dass wir durch den Bau einer Autobahnauf- und -abfahrt weniger Verkehr auf unseren Straßen haben werden. Wir Leser sind ja alle dumm. Aber der Reihe nach.

Zunächst wurde das Landschaftsbild der Hallertau empfindlich verschandelt durch ein weit überdimensioniertes, 25 ha großes Gewerbegebiet in zuvor unberührter Natur. Wer dort heute täglich vorbei fährt, dem blutet angesichts der gigantischen Betonbauten inmitten der freien Natur das Herz. Wobei das nur die emotionale Seite des Menschen betrifft. Rational betrachtet wurden hier 25 ha Wiesen- und Ackerflächen zubetoniert bzw. versiegelt. Ohne Not wohlgemerkt und in Hanglage, sodass das Niederschlagswasser trotz Versickerungsmaßnahmen bei Starkregen den Berg runter fließt, um anschließend im Tal vom Vorfluter Ilm aufgenommen zu werden. Dessen Bett vermag die Wassermassen aber nur bedingt zu fassen, und am Ende kommt das Wasser in den nördlichen Gemeinden Geisenfeld, Ilmendorf und Vohburg an und führt dort zu brutalen Überschwemmungen. Das haben wir in Vohburg oder Ilmendorf ja alles schon und nicht nur einmal erlebt. ... mehr

Gewerbegebiet Ilmendorf-Nord - Natur wird hier rigoros zerstört

Im Mai 2016 hat der Geisenfelder Stadtrat die Erweiterung des Gewerbegebietes Ilmendorf beschlossen. Der neue Bauabschnitt „Ilmendorf-Nord“ umfasst circa 20 Hektar landwirtschaftliche Fläche. Das bisherige Gewerbegebiet Ilmendorf umfasst circa 45 ha. Dieses liegt in einem Korridor zwischen der B16 im Süden und der Bahnlinie Ingolstadt-Regensburg im Norden. Die Erweiterung um diese 20 ha soll nun nördlich der Bahnlinie, direkt an der Gemeindegrenze von Vohburg erfolgen. ... mehr

Gelber Sack oder gelbe Tonne?

Was denn nun? Hier scheiden sich die Geister. Lesen Sie eine Meinung zum Verfahren der Befragung und zu den Vor- und Nachteilen des Systems.
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Eine Beschreibung aus dem Innenleben der Aktiven Vohburger

Ja, wie läufts denn nun bei den Aktiven und was ist anders? Werner Ludsteck gibt dem Leser einen intimen Einblick in das Innenleben der Aktiven Vohburger.
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Neuer Rubin am Vohburger Kulturhimmel?

Klar, streiten kann man sich über alles: viel zu groß, viel zu rot, viel zu viel und überhaupt. Unserer Kassiererin Caro Lindner präsentiert in einem erfrischenden Beitrag ihre Sichtweise zur neuen Bibliothek.
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